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Vera Zingsem
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Die Einladung nach Jerusalem
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Miriam ist von einer palästinensischen Familie eingeladen, ihre Ferien in Jerusalem zu
verbringen. Im arabischen Teil der Altstadt und bei den Streifzügen mit ihren
"Feriengeschwistern" lernt sie auch das israelische Mädchen Debbie kennen. Die
Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Nicht nur, dass sich zunächst die palästinensischen Kinder mit
Debbie voller Vorurteile anfeinden; es geht vielmehr so weit, dass Miriam, Debbie und die
inzwischen zu Freunden gewordenen Kinder Palästinas von radikalen jüdischen Siedlern während eines
Ausflugs nach Hebron verhaftet und brutal misshandelt werden.
Vera Zingsem ist Fachfrau für alte Mythologien und Religionsgeschichte und hat lange Zeit in
Jerusalem gelebt. "Die Einladung nach Jerusalem" ist ein Buch für Jugendliche, die über
ihren kulturellen Tellerrand blicken möchten. Sie lernen viel über arabische Gastfreundschaft und
die Gepflogenheiten im Lande des Herrn: Hier darf man "im Schlafanzug zum Bäcker, aber nicht
mit Shorts auf die Straße." Leider ist die Sprache etwas hölzern und wenig dem Denken und der
Sprache von Kindern im Alter von etwa zwölf Jahren angemessen ("Ich fände es echt super, wenn
wir uns wiedersähen"). Beklemmend ist der tiefe Hass zwischen Juden und Palästinensern, schon
bei Kindern - die Autorin macht deutlich, dass Jahrzehnte der Völkerverständigung vergehen müßten,
damit beide Völker friedlich nebeneinander leben könnten.
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Zingsem Vera. Die Einladung nach Jerusalem.
Büchergilde Gutenberg, Frankfurt/ Main. 187 Seiten. 15,50 EUR. ISBN: 3-7632-5176-6
© Matthias Kehle
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