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Ein kleiner Zeitungswerber entdeckt, daß sein verhaßter Chef einen Strichjungen
aufsucht und verpfeift ihn, worauf dieser befördert wird. Ein alternder Boxer verprügelt
seinen Manager, weil dieser einen Kampf abgesprochen hat und fällt außerdem über
dessen Lieblingsnutte her. Ein abgebrannter Aufschneider, der mit seinem Wohnmobil in die Toskana
geflohen ist, stirbt elend in einem Kamin, weil er einem reichen Italiener die Ferienwohnung leeren
wollte, um seiner Angebeteten weiterhin weiß machen zu können, er sei ein reicher
Manager. Das letzte, das er mitbekommt ist, daß es seine Geliebte einige Meter unter ihm mit
dem reichen Italiener treibt.
Walter Wolter berichtet von Männern, die gemeinsam haben, daß sie irgendwie aus dem
normalen Leben gefallen sind und von nun an seltsame Dinge erleben. Die Handlung der 13 Geschichten
ist meist banal und läßt sich oft in einem Satz zusammenfassen. Wären die
Geschichten jedoch nur banal, könnte man sie vielleicht noch gelten lassen: So ist eben das
Leben; doch in einigen Geschichten kommt es knüppeldick, zum Beispiel in der Geschichte vom
Verhaltensforscher, Spezialist für Wölfe. Dessen russische Frau hat aus ihrer Heimat
einen sibirischen Wolf mitgebracht, den sie sehr liebt. Auch der Wolf ist ihr zugetan. Ihr Mann
hingegen ist der große Zampano, der ein ganzes Wolfsrudel befehligt. Eifersüchtig
versucht er, ihr den Wolf abspenstig zu machen, ihn gar aus seinem Käfig zu entführen und
seinem Rudel zu Fraß vorzusetzen. Im Showdown jedoch reißt der sibirische Wolf den
Leitwolf des Rudels, der in den Armen des Verhaltensforschers stirbt. Damit nicht genug, der
sibirische Wolf steht vor ihm, bereit, ihn zu zerfleischen. Die letzte Wahrnehmung des
Verhaltensforschers ist, daß seine Frau sich in einen Werwolf verwandelt hat.
Haarsträubende Stories wie diese gibt es in diesem Buch genügend. Beim Lesen glaubt man
sich immer wieder in ein Revolver-Blättchen versetzt, und zwar in die Rubrik "Buntes aus
aller Welt". Die Stories sind zweifellos spannend, und man fragt sich, ob der Autor ernst
meint, was er da erzählt oder ob man jetzt schmunzeln soll, doch spätestens mit seinen
abstrusen Pointen vermasselt Walter Wolter seine Erzählungen gründlich.
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