Holger Wacker |
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Das große Tatort-Buch |
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Im Jahre 1970 wurde die "Tatort"-Reihe von der ARD als Konkurrenz zum
ZDF-"Kommissar" Erik Ode und zu "Derrick" eingeführt. "Taxi nach
Leipzig" hieß die erste Folge mit Kommissar Trimmel. Seit 1971 ist auch das
österreichische Fernsehen mit Kommissar Marek (Fritz Eckhardt) mit von der Partie - er
erreichte Einschaltquoten bis 73%. Seit 1989 beteiligt sich auch das Schweizer Fernsehen an den
"Tatorten", allerdings sanken die Quoten nach Einführung des Privatfernsehens auf 20
bis 30% - immer noch Spitzenwerte, die auch von Wiederholungen im Nachtprogramm erreicht werden.
Der "Tatort" gilt als "Hort deutscher Fernsehkultur". Nastassja Kinski wurde
mit dem Klassiker "Reifezeugnis" über Nacht berühmt, viele Folgen wurden mit
dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Besonders beliebt waren natürlich der krachlederne Horst
Schimanski (Götz George), aber auch Kommissar Heinz Haferkamp (Hansjörg Felmy), Ernst
Bienzle (Dietz Werner Steck) oder Kommissar Stoever (Manfred Krug). Als erste Frau trat 1977
Kommissarin Buchmüller (Nicole Heesters) auf, es folgten u.a. Lea Sommer (Hannelore Elsner)
und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Mancher der über 400 "Tatorte" mag realen
Verbrechen als Vorbild gedient haben, nachweislich war es bei der NDR-Folge "Haie für
Helgoland" der Fall. Einmal übrigens zogen Dreharbeiten die Wut von Passanten auf sich,
als am Rande ein schwerer Unfall geschah und die falschen Polizisten im falschen Streifenwagen sich
darum nicht kümmerten.
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