Stephan Valentin |
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Vielfarben |
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Der kleine Heidelberger Pfefferkorn Verlag macht wenige, aber ausgesprochen schöne Bücher. Sein erfolgreichster Autor ist der Heidelberger Stephan Valentin. Nach seinem Roman "Der Ameisenfeind" ist nun ein Band mit Erzählungen unter dem Titel "Vielfarben" erschienen. Valentin erzählt Geschichten von gedemütigten Menschen oder solchen, die nicht im Zentrum der Gesellschaft stehen. Ein Mann sitzt mit seiner Frau im Zug nach Helgoland, weil sie den kühlen Norden liebt. Er jedoch hat Angst vor der Kälte und ist in psychotherapeutischer Behandlung - kein Wunder, denn seine Frau beherrscht ihn. Eine andere Geschichte erzählt von einem alten, vergesslichen Mann, der von einem Studenten betreut wird. Ein Laster hat der Greis behalten - das Rauchen. Es sind melancholische Geschichten über die grauen und die schwarzen Seiten des Lebens. Krankheit, Alter, Tod, Misshandlung von Kindern. Dass bei manchen der 23 Erzählungen der moralische Zeigefinger auftaucht, ist schade. Aber da gibt es noch die anderen Geschichten, die beiläufig und leichtfüßig daher kommen. Stephan Valentin: Vielfarben © Matthias Kehle
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