Trendbüro

Wörterbuch der Szenesprachen

Wer nicht weiß, dass "Grinds" und "Handplants" auf dem "Coping" den "Crack" machen, erinnert sich wenigstens noch daran, was ein "Bootleg" ist. Von "Boygroups" hat wahrscheinlich auch schon die Oma was gehört, "Breakdance" ist ein alter Hut und "Charts" kannte man schon zu Zeiten der Beatles. Die Duden-Redaktion hat nun erstmals ein "Wörterbuch der Szenesprachen" veröffentlicht, bei dem man sich fragt, wem es nützlich sein soll. Die Kids hatten schon immer ihre eigene Sprachkultur, die Erwachsenen haben schon immer versucht, diese zu verstehen und es nie geschafft. Die erwähnten Beispiele machen deutlich, dass es "Szene-Sprachen" gibt, seit es eine Pop-Kultur gibt. Manche Begriffe verschwinden, manche bleiben. Und da sich die Kids wahrscheinlich über das Wörterbuch schlapp lachen, weil es schon mit Erscheinen veraltet ist, können sie es im Internet fortschreiben (www.szenesprachen.de). Auch wenn Computerslang und Liebesgesäusel von der englischen Sprache dominiert werden, fällt auf, dass es auch "Hobbyangler", "Hupen" und "Daus" gibt. Also Playboys, Brüste und dümmste anznehmende User. Und wer alle In-Begriffe drauf hat, macht eine dicke Hose, das heißt, er gibt an.

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Trendbüro. Wörterbuch der Szenesprachen
Sachbuch. Duden, 224 Seiten.
ISBN: 3-411-70951-0

© Matthias Kehle

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