Fridolin Schley

Verloren, mein Vater

Peter, ein Freiburger Student, genannt Pitchen, trifft bei einer Familienfeier auf eine Cousine zweiten Grades und steigt mit ihr ins Bett. Danach verschwindet diese wieder aus seinem Leben. Systematisch macht sich Pitchen nun auf die Suche nach ihr. Mit Hilfe eines Stadtplanes fahndet er zuerst in der Freiburger Innenstadt, dann im Umland auf den Schwarzwaldhügeln - die Strecken, die er zu Fuss zurücklegt, werden immer größer. Pitchen läßt sich buchstäblich gehen und verwahrlost zusehends. Außer seiner Cousine Emma ist auch noch Pitchens Vater verschwunden. Allerdings sendet dieser Lebenszeichen in Form unscharfer Fotos.
In vielen Rückblenden erzählt der  25-jährige Fridolin Schley die Geschichte von Pitchens Familie, etwa wie dessen Mutter ihren ersten Verehrer kennen lernt. Am Ende dieser Familiengeschichte sieht Pitchens seine eigene merkwürdige Existenz.
Viel passiert in "Verloren, mein Vater" nicht, die Handlung bleibt seltsam unbefriedigend. Ganz am Schluss trifft sich die Familie bei einer Feier wieder, und auch der Vater taucht wieder auf. Emma allerdings bleibt verschwunden. Fridolin Schley ist ein guter Beobachter, der knappe und liebevolle Portraits von Menschen skizziert. Zusammen mit der eigenwilligen Story macht das den Roman zu einem bemerkenswerten Debut.

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Fridolin Schley. Verloren, mein Vater
Roman. C.H. Beck Verlag, München.
ISBN: 3-406-47129-3

© Matthias Kehle

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02.10.2004

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