Eckhard Nickel |
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Was ich davon halte. Erzählungen. |
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18 Erzählungen hat der junge Heidelberger Germanist Eckhard Nickel veröffentlicht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da geht es um Drogenerfahrungen, eine vermeintlich arme Kundin in einer Edel-Boutique, die eine Verkäuferin zur Verzweiflung bringt, es geht um einen alten Mann, der seinen Lebenstraum erfüllen will oder um vier Männer, die aus Europa in den Sudan geflohen sind und sich regelmäßig in einer Kneipe volllaufen lassen. Leider sind die Drogengeschichten in betulicher Groschenromansprache geschrieben, und das, obwohl Nickel chique Stories schreiben wollte von jungen Leuten, die Pillen werfen. Highlights sind dagegen die kurzen Momentaufnahmen von Orten, an denen sich Menschen begegnen: in einem Café, einer Berghütte im Oberengadin oder auf einer Passhöhe - knappe, gut beobachtete Skizzen etwa von einem Mädchen, das einen Ovomaltine-Riegel lutscht. Trotz mancher Schwächen: Nickels Erzählungen sind unterhaltsam, auch wenn manches allzu cool und modisch erscheint. Dazu passt, dass im Impressum nicht nur die üblichen Angaben zum Buch und Verlag stehen, sondern auch solche zu "Styling" und "Kleidung".
© Matthias Kehle
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