Susanne Mischke |
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Mordskind |
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Max ist der Inbegriff eines bösen, destruktiven Kindes, er ist ein beängstigendes
Monster. Als Max eines Tages verschwindet, gerät die bayerische Kleinstadt in Panik, weil das
der zweite Fall in kurzer Zeit ist, wer Max allerdings kannte, atmet auf. Max' Mutter Doris hat
es der Sohn ihrer besten Freundin Paula angetan: Sie wickelt Simon ein und manövriert die
beruflich engagierte Paula allmählich aus ihrer Mutterrolle heraus, er wird zu ihrem
Ersatzkind. Dabei entwickelt sie eine bemerkenswerte Phantasie und bringt Paula immer mehr in
Bedrängnis. Nicht genug, daß ihr die anderen Kindergartenmütter auf die Pelle
rücken, weil Paula einen in ihren Augen verdächtigen Ausländer als Gärtner
beschäftigt, Doris schafft es sogar, Paula einen Mord unterzuschieben. Im Dorf beginnt eine
Hexenjagd jeder gegen jeden. Die Kindergartenmütter zünden die Hütte an, in welcher
der Gärtner lebt, der Kommissar hält Doris für die Mörderin ihres Sohnes, eine
alte Jungfer vom Jugendamt verdächtigt Paula, Simon zu vernachlässigen und ertappt sie am
hellichten Tag mit einer leeren Schnapsflasche in der Hand, schließlich wird die Dame vom
Jugendamt ebenfalls ermordet. Der Leser wird in einen atemberaubenden Strudel von Abgründen
und Intrigen hineingerissen und kann genausowenig Atem schöpfen wie Paula, die immer
verzweifelter wird. Paulas alte Tante Lilli, eine resolute und wohlhabende Schauspielerin, greift
immer wieder in das Geschehen ein und rettet Paula schließlich vor den Hausfrauen, dem
Jugendamt und sogar vor einem Mordversuch von Doris.
© Matthias Kehle
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