Stephan Kirchenbauer;
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Die Alb. Ein Fluß im Wechselspiel zwischen Mensch und Natur |
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Die Alb ist ein gerade mal 52 Kilometer langes Flüßchen, das bei Bad Herrenalb entspringt und bei Karlsruhe in den Rhein mündet. Die unscheinbare Quelle liegt in der Gegend, wo der Nordschwarzwald am schönsten ist, an der Nordseite der Teufelsmühle, einem bekannten Wandergebiet. Der Fluß passiert den Kurort Bad Herrenalb, die mittelalterliche Kleinstadt Ettlingen und die Großstadt Karlsruhe. Die beiden Autoren und Fotografen Stephan Kirchenbauer und Rudolf Warda haben mit dem Bildband "Die Alb" jedoch nicht nur die schönsten Bilder im abwechslungsreichen Flußlauf festgehalten und dokumentiert. Vielmehr haben sie eine kulturgeschichtliche Reise unternommen, denn sie zeichnen die Geschichte der Orte und örtlichkeiten entlang des Ufers nach. Der Band versammelt Sagen, Gedichte von Heimatschriftstellern oder Augenzeugenberichte von Hochwasserkatastrophen ebenso wie Dokumente der Industrialisierung, beispielsweise der Papierfabrik Buhl in Ettlingen, die dank der Wasserenergie der Alb und des geringen Härtegrads ihres Wassers entstehen konnte. Auch Carl Benz' Lebenserinnerungen werden zitiert: Dort an den Hängen des stillen Waldtales pflückte ich die besten Heidelbeeren und Himbeeren. Alles, was es dort gab, war am schönsten, denn es blühte und reifte unter dem Sonnenkuß meines Kinderhimmels. Der üppige Bildband ist ein Glücksfall. Viele andere Bildbände blättert man durch und legt sie wieder weg. Hier jedoch verfolgt man gespannt den Flußlauf mit seinen zahlreichen Geschichten. Für Einheimische ist der Band ein Stück Heimatkunde, für die Bad Herrenalber Kurgäste ein Souvenier par excellence. Die im Albtal Naherholung Suchenden aus Karlsruhe schließlich erhalten Anregungen für den Rest ihres Lebens.
© Matthias Kehle
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