Gletscher im Treibhaus

Eine fotografische Zeitreise in die Alpine Eiswelt.
Hg. Wolfgang Zängl /Sylvia Hamberger

Was derzeit in den Alpen vor sich geht, ist die erste Katastrophe des Klimawandels: Das zum Teil totale Abschmelzen der Gletscher. Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger haben nun in einem opulenten und deprimierenden Bildband Fotovergleiche zusammengestellt. Wo sich noch vor hundert, oft sogar vor nur 30 Jahren, beeindruckende Eismassen ins Tal wälzten, findet sich heute nur noch ein grauer Eisrest. Der große Aletschgletscher etwa hat in den letzten Jahrzehnten bis zu 300 Metern an Eisdicke verloren. In der zweiten Hälfte des Bandes fassen namhafte Wissenschaftler ihre glaziologischen Erkenntnisse allgemein verständlich zusammen. Die verheerenden Auswirkungen des Jahrtausendsommers 2003 auf die alpine Eiswelt werden ebenso analysiert, wie die Ursachen des Treibhauseffektes und dessen weitere Entwicklung samt den Folgen: Die Alpen werden zunehmend zur wenig ästhetischen "Mondlandschaft", schlimmer noch: Die zunehmende Verbrennung von fossilem Brennstoff wird die Erde mehr verändern als das Ende der letzten Eiszeit. Die gegenwärtige Veränderung der Alpen ist erschreckend. Was uns noch bevorsteht erst recht.

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Gletscher im Treibhaus. Eine fotografische Zeitreise in die Alpine Eiswelt.
Hg. Von Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger, 272 Seiten, 460 Abbildungen, Tecklenborg-Verlag 2004, 39,80 Euro.
ISBN 3-934427-41-3