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Ein junger Mann und eine junge Frau haben miteinander einen klassischen One-Night-Stand.
Später trifft dieser junge Mann bei einem Klassentreffen seine Ex. Während er für
kleine Jungs geht, stürzt sich die Ex von der Empore der Aula. Die junge Frau und der junge
Mann, die zusammen eine Nacht verbracht haben, treffen sich gelegentlich, um sich wechselseitig
davon zu überzeugen, dass die Menschheit verrückt ist oder eben nicht.
Dörte Franke, geboren 1974, ist eines der vielen Fräuleinwunder, das die Verlage zur Zeit
anpreisen. Ihr erster Roman "Die einen warten, die anderen wetten" ist die Geschichte
einiger junger Leute, die mal mehr, mal weniger miteinander zu tun haben. Auf der einen Seite ist
es die Fun-Generation, die das Leben genießt, auf der anderen Seite ist da die depressive
Selbstmörderin in spe, die sich selbst nur dann wahrnimmt und spürt, wenn sie Grenzen
überschreitet - die letzte Grenze ist der tödliche Sprung vor den entsetzten Lehrern und
ehemaligen Mitschülern. Dörte Franke zeichnet das Portrait einer schizophrenen
Generation, die sich nimmt, was sie braucht und darüber hinaus vergisst, wer sie eigentlich
selbst ist. Bezeichnend ist, dass keiner der Helden einen Namen hat. Dörte Franke schmales
Debut ist ebenso witzig wie deprimierend.
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Dörte Franke. Die einen warten, die anderen wetten.
Roman. Deutscher Taschenbuch Verlag,
ISBN: 3-423-20421-4
© Matthias Kehle
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