Valentin Braitenberg |
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Ill oder Der Engel und die Philosophen |
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Ein wißbegieriger Mensch mit Geigenkasten zieht aus, um etwas über die Seele zu lernen. Schnell begibt sich ihm eine schöne Frau zur Seite, und so ziehen beide durch die Welt, um da und dort, in Italien, England oder Israel bei Gelehrten und Weisen Station zu machen. Valentin Braitenberg ist Physikprofessor und hat zahlreiche weitere akademische Weihen, also ein
wißbegieriger Mensch, der nun versucht hat, einen Roman zu schreiben. Herausgekommen ist
dabei eine Sammlung populärwissenschaftlicher und esoterischer Essays garniert mit einer
Liebesgeschichte, denn das Paar diskutiert mit den Weisen und Gelehrten über das
Verhältnis von Primzahlen zum dreieinigen Gott, über Geometrie und Kosmologie oder aber
die Vollkommenheit von Geigen, "über Dinge, die keinen normalen Menschen
interessieren", wie der Erzähler selbst feststellt. Valentin Braitenberg stellt zur
Schau, daß er über seinen Tellerrand blicken kann, daß er sich hier und da umgetan
hat, aber sein eigentliches Thema: Die Seele, das Bewußtsein und den Sinn des Lebens,
verfehlt er. Der Orros schien mir, selbst in der Verhüllung, die er in verschiedenen Farben und wechselnden Stoffen trug, das schönste Gebilde, das ich je gesehen hatte. Weh tut auch, wenn die Geliebte am Balkongeländer steht und "Sonderbares" geschieht: Ein Geräusch zeigt an, daß ein Teil des Gases, das im Inneren des Körpers durch Gärung entstanden ist, diesen verlassen und dabei die elastische Umgebung der Körperöffnung in Vibration versetzt.
© Matthias Kehle
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