Lea Ammertal |
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Auf den Spuren des Drachens |
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Wer hinter dem Untertitel Gedichte aus Wales lyrische Landschaftsbilder einer wie auch immer gearteten Gegend vermutet, der wird enttäuscht. Lediglich eine Handvoll Texte nimmt explizit auf Wales Bezug, und auch diese könnten im Schwarzwald oder Harz entstanden sein: wenn krähen/ Daß einige der Gedichte, beispielsweise "grubenponies", ins
Englische übersetzt sind, ändert daran nichts. Der Alkyon-Verlag ist ein engagierter Kleinverlag, der zahllose Nachwuchsautoren endeckt und wundervolle kleine Bücher veröffentlicht hat. Mit Lea Ammertals Debut "Auf den Spuren des Drachens", hat er ein nur durchwachsenes Buch publiziert. Die Autorin experimentiert noch und spielt mehr mit ihren Leseerfahrungen als mit eigenen Wahrnehmungen in eigener Sprache. Lea Ammertal jandlt ein wenig ("möcht sein/wie die eule/wie die eule/möcht sein") und celant ordentlich in Wortkreationen wie dem "stundenbaum" und dem, der oder den "augenverschatten." Und überall "blaut" es ganz romantisch und bisweilen unerträglich: "wenn das blau/ der nacht/ herabsteigt// den bogen/zu führen/ auf der herzsaite..." Sogar ein Auto wird angeblaut: "immer/tiefer/blauend: engel überm autodreck." "Dichten" hat bekanntlich mit "verdichten" zu tun, und so ist es kein Wunder, daß die besten Gedichte Lea Ammertals die kurzen, eben verdichteten Texte sind, beispielsweise "lovespoon": einen löffel/
Lea Ammertal. Auf den Spuren des Drachens © Matthias Kehle
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